Tagesimpuls 16. April 2020

Eierlegende Hasen

Es ist ja hinlänglich bekannt: Eier spielen an Ostern eine ganz besondere Rolle.

Aber – warum um alles in der Welt bringt sie der Hase? Warum nicht das Huhn, was ja eigentlich logisch wäre?

Hasen und Ostern – das hat verschiedene Ursachen. In der alten christlichen Überlieferung ist der Hase ein Symbol für Christus. Hasen waren immer schon der Inbegriff der Fruchtbarkeit. Mit bis zu 20 Jungen pro Jahr auch kein Wunder. Diese Fruchtbarkeit passte natürlich zum Fest der Auferstehung und des Lebens.

Dann gab es eigene Osterspeisen, zum Beispiel das Osterbrot. Diesem Gebäck wurde das Bild eines Hasen aufgeprägt. In das Brot war ein Ei eingebacken. Und irgendwie erinnerte das dann ein bisschen an einen eierlegenden Hasen. So wurde der Hase im Lauf der Zeit zum Ostereierlieferanten.

Im Volksglauben war er allerdings nicht der einzige, der Ostereier brachte. In Westfalen erledigte das der Fuchs, in der Schweiz der Kuckuck. Und in Oberbayern und Österreich ein Hahn.

Der Glaube an den Osterhasen setzte sich erst im 19. Jahrhundert durch. Zunächst erstmal bei den Stadtkindern. Die Kinder auf dem bäuerlichen Land waren nicht so einfach zu überzeugen. Denn die kannten sich einfach besser aus - die wussten halt, wie der Hase lief.

Einen schönen Tag noch und – egal, was ihr tut: Gott sei mit euch!

Diakon Steffen Tröster