Tagesimpuls Samstag 4. Juli 2020

Gebot

Man sagt, den Wert einer Gesellschaft erkenne man daran, wie sie mit ihren schwächsten Mitgliedern umgeht. Und wie gehen wir mit ihnen um? Mit den Randständigen, den sozial Schwachen, den Andersartigen? Mit Menschen, die die Leistungsnorm nicht erfüllen? Mit Menschen, die irgendwie mit dem Leben nicht zurechtkommen?

Klar, wir haben ein soziales Netz, die Arbeiterwohlfahrt und die Caritas. Das ist denen ihr Job, sollen die sich drum kümmern. Oder noch besser: die Kirchen! Ja genau, die Kirchen! Zu was bezahlen wir denn die Kirchensteuer?

In der Tat übernehmen die Kirchen viele Aufgaben im sozialen Bereich. Die Frage ist nur: für wie lange noch? Die Mittel bei Kirchen‘s werden knapp:
          - Immer weniger Steuereinnahmen.
          - Streichung von Zuschüssen.
          - Hohe Kosten durch personalintensiven Einsatz.
          - Das Ende der Fahnenstange ist erreicht.
Vielleicht müssen wir wegkommen von unserem Versorgungsdenken. Und wieder zur Einsicht kommen: Einer trage des anderen Last. Nur so geht's auf Dauer.

Einen schönen Tag noch und – egal was ihr tut: Gott sei mit euch!
Ihr/Euer Diakon Steffen Tröster