Tagesimpuls Freitag 19. Juni 2020

Verdünnung

Natürlich kann man die Gulaschsuppe verdünnen. Zum Beispiel wenn unerwartet Besuch kommt. Eine Tasse mehr auf zwei Liter Suppe – das merkt doch keiner! Bei zu viel Wasser wird die Suppe allerdings dann so dünn und fad, das merkt dann jeder.

Wir sind - vielleicht ohne es zu wollen – zu solchen Verdünnern geworden. Nicht beim Kochen, wohl aber was unsere Beziehung zu Gott anbelangt.

Von wegen ‚Salz der Erde‘! Wer steht denn heute noch zu seinem Glauben am Arbeitsplatz, im Büro, im Freundeskreis? Wir sind keine Geschmacksverstärker des Lebens mehr; wir sind Weltmeister im Verdrängen geworden!

Gott?? Das ist was für Kinder und Senioren, so heißt es oft. Religion hat im täglichen Leben nichts zu suchen, die frohe Botschaft vom Heil der Welt spielt kaum eine Rolle.

Der Glaube und damit die eigene Glaubwürdigkeit wird verdünnt und heillos verwässert.

Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, ist es zu nichts mehr nütze! Wen eigentlich macht dieser Satz noch nachdenklich?

Einen schönen Tag noch und – egal was ihr tut: Gott sei mit euch!

Ihr/Euer Diakon Steffen Tröster