Tagesimpuls Dienstag 6. Oktober 2020

Einsicht und Umkehr

Das Vermögen verschleudert; das Erbe versoffen. Und jetzt sitzt er da, der verlorene Sohn... hockt auf dem Misthaufen im Schweinestall. Es wird ihm langsam klar, was für ein Simpel er gewesen ist: Einfach von zu Hause abzuhauen, das schöne Geld verjubeln. Jetzt macht er sich bittere Vorwürfe... Heult Rotz und Wasser... und hockt noch heute bei den Schweinen.

So hätte die Geschichte aus der Bibel eigentlich ausgehen müssen. Wenn...  ja, wenn dieser Sohn nicht in sich gegangen wäre. Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung. Aber die beste Einsicht hilft nichts, wenn der Mut fehlt, aufzustehen. Aufstehen, den ersten Schritt tun, sich ein Herz fassen und sagen: 'Du, es tut mir leid!'

Diese alte Geschichte hat eine konkrete Absicht. Sie will all denen, die Bockmist gebaut haben, etwas sagen. Gerade denen, die ihren Fehler eigentlich schon eingesehen haben. Aber immer noch stur auf ihrem Hintern sitzen und sich nicht rühren. Die Geschichte will genau ihnen genau dorthin einen kräftigen Tritt versetzen.

Das braucht es manchmal, damit wir uns rühren. Manchmal benötigen wir einen Anstoß, damit wir auch wirklich hingehen zum andern und es ihm laut sagen können: 'Du, es tut mir leid'.

Nur so bekam die Geschichte aus der Bibel schließlich doch noch ein Happy End.

Einen schönen Tag noch und – egal was ihr tut: Gott sei mit euch!
Ihr/Euer Diakon Steffen Tröster