Die Krippe

Ein besonderes Schmuckstück unserer Kirche zeigt sich nur in der Weihnachtszeit. Großengstingen hat seit 1998 eine Krippe, in der nicht nur die Ortskirche, sondern auch einzelne Personen der Gemeinde wiederzuerkennen sind.

Erich Pircher aus Tafers in Südtirol hat die Krippe aus astfreier Zirpelkiefer geschnitzt und die Farbgebung auf den einzelnen Figuren ist von Gustav Moroder als Fassmalerei ausgeführt.

Die Komposition der Krippe ist ein besonderes Augenmerk wert. Im rückwärtigen Teil der Landschaft, die im übrigen ohne Bewuchs dargestellt ist, erhebt sich die Kirche St. Martinus von Großengstingen. Die Perspektive gibt die alles überragende Sicht wieder für den, der sich der Albhochfläche von Norden nähert. Davor erstreckt sich im Krippenbild die karge Landschaft der Schwäbischen Alb. Die dargestellten Häuser folgen dem Baustil und der Form des Ortes. Sie sind perspektivisch verkleinert, so dass sie unverhältnismäßig klein wirken zu den Figuren im Vordergrund. Allein mit dieser Verzerrung nutzt der Künstler die Möglichkeit der räumlichen Tiefe. Durch die völlige Freihaltung des vorderen Teils der Krippe bezieht der Künstler den Betrachter ein, er gibt dem Besucher einen eigenen Raum, wo er sich als Pilger zur Krippe wiederfindet.

“Bethlehem ist überall” war ein Ausspruch von Pfarrer Anton Scheible, in dessen Amtszeit die Bestellung, Fertigung und Lieferung der Krippe fiel. Diesem Anspruch ist die Krippe in der barocken Kirche in Großengstingen gerecht geworden, sie bietet Raum für den Besucher und sie regt an zu meditativen Betrachtungen der Geburt Jesu.

Die Krippe ist ein wahres Juwel. Wenn Sie an Führungen während der Aufstellungszeit vom Heiligen Abend bis zu Maria Lichtmess (24. Dez. – 2. Feb.) interessiert sind, wenden Sie sich an das Pfarrbüro.